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Die Roland Koch AG

Wahlkampf in Hessen und schon hat das Geschäft mit der Angst wieder Konjunktur.Roland Koch,  der fleischgewordene Experte des schlechten Geschmacks,  fühlt sich mal wieder dazu berufen, den Willen der schweigenden Mehrheit in diesem Land zu artikulieren. Ein zusammengeschlagener Rentner in München wird da zum willkommenen Anlass um die Reihen seiner Stahlhelmfraktion geschlossen in die Schlacht um die Lufthoheit über die Stammtische zu führen.Im geistigen Tiefflug wird an ein schnell zusammen geschustertes Programm wider den menschlichen Verstand an die begeisterte Gemeinde der Bild-Leser zur Abstimmung gebracht.

In dem armseligen Weltbild des Roland Koch wird noch zwischen Gut und Böse unterschieden. Gut und anständig ist man grundsätzlich selber. Fremd und damit böse sind alle die nicht so sind wie man selbst, die werden entweder ausgewiesen oder weggesperrt.Über wie viel Menschenverachtung muss man eigentlich verfügen um Kinder unter 14 Jahren in Gefängnisse zu stecken? Doch Roland Koch und seine CDU möchte keine Lösungen anbieten, sie möchten die Gewalt nicht stoppen, denn sie profitieren davon, sie können sie in Wählerstimmen umsetzen.

Das Geld welches man bei der Jugendhilfe und den sozialen Trägern eingespart hat, kann man nun in 10facher Höhe für Gefängnisse und die Justiz ausgeben, doch die Gewalttaten lassen sich damit nicht verhindern, sie lassen sich nur besser verwalten.Auf der Strecke bleiben die alten Menschen in unserem Land, die sich nicht mehr sicher fühlen, aber auch die jungen Menschen, denen man keine Perspektiven aufzeichnet, die man sich selbst und der Straße überlässt.