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Presseerklärung der BI Naturfreunde Troisdorf Zerstörung von Waldgebiet in Verbindung mit der Sanierung des 'Rottweil Schießstandes'

Im Winterhalbjahr 2016 sollen 3,6 ha (36.000 qm) des Spicher Waldes gerodet werden, um den bleiverseuchten Boden des 'Rottweil Schießstandes' auszutauschen - eine notwendige Maßnahme zum Schutz unseres Grundwassers.

Im Winterhalbjahr 2016 sollen 3,6 ha (36.000 qm) des Spicher Waldes gerodet werden, um den bleiverseuchten Boden des 'Rottweil Schießstandes' auszutauschen - eine notwendige Maßnahme zum Schutz unseres Grundwassers.

Die Troisdorfer Verwaltung nimmt diese Sanierungsmaßnahme zum Vorwand um 1 ha (10.000 qm) des Spicher Waldes nicht wieder aufzuforsten, sondern zu Gewerbegebiet zu erklären und damit endgültig zu vernichten. Der Stadtrat soll dem am 28.06.16 zustimmen.


Angeblich geht es darum, die städtische Gesellschaft Tropark, durch den Verkauf von 1 ha Waldgebiet als Gewerbegebiet, bei den hohen Sanierungskosten zu entlasten.

Eine alternative Finanzierung, z.B. durch Beantragung von Landesfördermitteln, wird nicht ernsthaft geprüft.

Unserer Meinung nach, geht es aber eher darum, einem lokalen 'Investor' (die Firma Bücher), nach Vorabsprache ein großes, arrondiertes Gewerbegrundstück unsaniert zur Verfügung zu stellen und damit indirekt einen Sanierungsauftrag von ca. 3 Mio. Euro – ohne vorherige Ausschreibung – zukommen zu lassen.

Der Ausbau der Sondermülldeponie hat in den letzten 5 Jahren - entgegen jeglicher Absprachen - 10 ha Spicher Wald gekostet und unser Naherholungsgebiet erheblich geschädigt.

Jede weitere Zerstörung muss verhindert werden, um den Spicher Wald für uns, aber auch für die folgenden Generationen, zu erhalten.

Die Vernichtung von 1 ha Spicher Wald in Kauf zu nehmen, nur um den Wünschen eines einzelnen lokalen Investors Genüge zu tragen oder die leeren Kassen zu füllen, missachtet die Bedürfnisse der Bevölkerung und ist unannehmbar.



Unsere Forderung ist und bleibt:

'KEINE ERWEITERUNG DES INDUSTRIEPARKS AUF KOSTEN DES SPICHER WALDES!'



Unser Ausruf an alle verantwortungsvollen Bürger:

Wendet Euch an eure Stadtratsmitglieder und die Parteien. Entscheidend sind die Stimmen der Mehrheitsparteien CDU/GRÜNE/RegenbogenPiraten. Die anderen Parteien haben dem neuen Flächennutzungsplan schon, aus den verschiedensten Gründen, ihre Zustimmung verweigert.

Sitzt nicht resigniert, mit der Faust in der Tasche, zu Hause und wartet ab was passiert, sondern kommt am 28.06.2016 um 18h zur Stadtratssitzung ins Rathaus um euren Protest auszudrücken, denn:

Wer nicht sagt, was er will, der bekommt das, was er nicht will.'