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Fertigstellung Fußgängerzone - Ohne uns - so nicht

Am 15.12.2018 wird offiziell die Fertigstellung der Fußgängerzone (FGZ)

gefeiert. Die Stadt hat zu einem Festakt geladen, natürlich auch die

Ratsfraktionen. Die Linke wird dieser Veranstaltung demonstrativ

fernbleiben. Der Fraktionsvorsitzende Wolfgang Aschenbrenner erklärt

hierzu: ,,Hier gibt es nichts zu feiern. Die Renovierung der FGZ ist

gründlich misslungen".

- Das alte rote Pflaster wies eine vielfältige Strukturierung auf. Verschiedene Steingrößen, verschiedene Verlegungsarten und verschiedene Facetten wechselten einander ab. Das war im weiten Umkreis einzigartig und wurde auch von den auswärtigen Besuchern geschätzt. Dieser Abwechslungsreichtum hat zum Betrachten eingeladen.

- Die jetzige graue ,,Betontaiga" mit ihrem phantasielosen Einheitsmuster langweilt und ermüdet die Menschen nur. Kurz gesagt: ,,Troisdorf wird zu Trostlos"

- Die neuen Bäume, genannt ,,Architektenpetersilie", spenden keinen Schatten, man kann sich nicht unter ihnen aufhalten. - Die einzigartige Platanenallee wurde ohne Not vernichtet. Die Linke hatte Alternativen zum Erhalt vorgeschlagen. Die Koalition der Unfähigkeit aus CDU, Grünen und REGENBOGENPIRATEN ließ sie im Papierkorb verschwinden. - Die alten grünen Bänke um die Bäume herum wurden vielfach von Familien und Kindern genutzt. Die heutigen singulären Felsenbänke mit verwitternden Holzbohlen laden kaum zum Verweilen an. - War das Mikroklima in der FGZ einst im Sommer angenehm, so hat es sich heute in einen Backofen verwandelt. Besonders im vergangenen Hitzesommer war dies spürbar.

- Die modernen Spielgeräte, von Kindern aus einer traurigen Auswahl ausgesucht, werden kaum frequentiert. - War Leerstand vor der Renovierung kein Thema in der FGZ, so ist der Einzelhandel nun stark zurückgegangen. Zwischen 10 -20 Geschäfte stehen immer leer. Sogar Tchibo hat sich verabschiedet. Stattdessen haben Billigketten, ob 1-Euro-Läden, Fastfood, Nagelstudios oder Frisörläden, Einzug gehalten. Die verbliebenen Einzelhändler sind frustriert und enttäuscht. Viel zu wenige Menschen bummeln noch durch die FGZ. Die Koalition der Unfähigkeit fährt auf Sicht. Ein Nutzungskonzept für den Leerstand liegt nicht vor. Das, was Troisdorf einmal war und eine gewisse Beschaulichkeit und Gemütlichkeit ausstrahlte, ist verschwunden. Wir sind auf dem Weg zu einer gesichtslosen Vorstadt mit allen ihren Problemen. Die Linke hat immer vor dieser Entwicklung gewarnt. Die Koalition der Unfähigkeit hat ihrem Namen wieder einmal alle Ehre gemacht. Wir haben nichts erwartet und wurden dennoch enttäuscht.