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10. Juli 2011 Herbert Schübel

Durchsichtiges Manöver auf Kosten der betroffenen SchülerInnen und deren Eltern!

Der Antrag von CDU/DIE GRÜNEN zum Erhalt der ev.Grundschule Viktoriastraße war ein allzu durchsichtiges Manöver auf Kosten der betroffenen SchülerInnen und Eltern der ev. Grundschule Viktoriastraße.

Kein Wunder also, dass die zuständige Bezirksregierung unter der Regierungspräsidentin Frau Walsken (SPD)  diesen wenig durchdachten Antrag eine Absage erteilte. Ging es der Ratsmehrheit aus CDU/DIE GRÜNEN nur darum den schwarzen Peter einfach weiter geben? Am Ende wird dann das Landesministerium unter Frau Löhrmann (DIE GRÜNEN) entscheiden.

Doch die Entscheidung ist längst gefallen, die fand bereits im März 2009 statt. Damals erklärte der damalige CDU Fraktionsvorsitzende und heutige Bürgermeister Klaus-Werner Jablonski zum Antrag „Mittel aus dem Konjunkturprogramm II zum Bau einer Turnhalle an der Grundschule Viktoriastraße zu verwenden eine Absage mit den Worten:

 

„Das Entscheidende ist ja, dass mit diesem Konjunkturpaket II die entscheidenden Dachsanierungen an der Hauptschule Lohmarer Straße, der Realschule Heimbachstraße, der Grundschulen Bergheim, Friedrich-Wilhelms-Hütte und Troisdorf Heerstraße durchgeführt werden, damit anschließend darauf Photovoltaikanlagen gebaut werden können, die nach unserer Auffassung durch eine Solargenossenschaft bezahlt und investiert werden sollen, die noch in Gründung sein soll, an der sich aber jeder Bürger dieser Stadt beteiligen kann, sodass jeder Bürger Investor auf städtischen Dächern werden kann. Dafür werden hier die Voraussetzungen mit der Dachsanierung geschaffen. Darüber hinaus sollen an drei Schulen, nämlich der Grundschule in Sieglar, der Grundschule in Spich, Kriegsdorfer Straße, und der Förderschule Im Laach in Troisdorf eine energetische Sanierung durchgeführt werden. Das alles im Rahmen des Konjunkturpaketes II. Darüber hinausgehende Maßnahmen halten wir in dem Zusammenhang für nicht erforderlich.“

 

Scheinbar war das Dach der Grundschule Viktoriastraße nicht für eine Photovoltaikanlage geeignet, ansonsten hätte man sicher eine Turnhalle (mit Solardach) als Morgengabe für die Investoren bereit gestellt. Ein Schelm der Böses dabei denkt!

Heute erklärt unser Bürgermeister „…das Gesamtwohl aller Grundschüler in der Innenstadt im Auge zu behalten“, frei nach dem Slogan „Troisdorf eine Familienangelegenheit – sobald die Interessen potentieller Investoren befriedigt worden sind“! 

Die Linksfraktion Troisdorf fordert daher erneut, den Erhalt der ev. Grundschule Viktoriastraße, den Bau einer Turn- und Tobehalle auf dem ehem. Hoff-Gelände, sowie den Erhalt der Kath. Grundschule Alfred Delp Straße.

Diese Stadt gehört den Kindern und ihren Eltern und nicht den Investoren!

Wir fordern die Ratsmehrheit aus CDU & Grünen auf, ein tragfähiges Konzept zum Erhalt beider Schulen dem Rat vorzulegen! Es kann nicht sein, dass man die Verantwortung für die Stadt unter CDU/FDP in der Poststraße abgegeben hat und die neue Mehrheit sie nach Köln und Düsseldorf auslagert!