Wenn es um Immobilienspekulationen geht, dann sind bestimmten Charakteren bei dem Ausleben ihrer Kreativität scheinbar keine Grenzen gesetzt. Diese Erkenntnis musste schon so mancher Mieter erleben, dessen Wohnung als Objekt der Begierde herhalten musste. Stehen dem Spekulanten doch eine ganze Palette von „legalen“ Möglichkeiten zur Verfügung um an sein Ziel zu gelangen. Als besonders einfallsreich gelten jene Spekulanten, welche den Abriss einer Immobilie vorbereiten, da sie sich durch einen Neubau eine wesentlich höhere Rendite versprechen. In der Regel schaffen sie ein Umfeld, dass es den bisherigen Mietern unmöglich macht in ihren Wohnungen zu verbleiben. In den 70er und 80er Jahren gab es in vielen Städten diese Art von Sanierung. Damals sind ganze Wohnviertel und Straßenzüge dem Verfall preisgegeben, die alten Mieter wurden heraus geekelt um sich durch eine Luxussanierung bzw. Neubau eine goldene Nase zu verdienen. Preiswerter Wohnraum und gewachsene Wohngegenden mit einer lebenswerten Atmosphäre wurden ein Opfer von Gier und Spekulation.
Damals bildete sich eine Gegenbewegung, eine aktive Hausbesetzer Szene die sich vehement gegen diese Art der Wohnraumzerstörung zur Wehr setzten. Die Hamburger Hafenstraße sei hier einmal als Beispiel genannt.
Nachdem CDU & FDP bei ihrem ersten Anlauf 2002 mit ihrem Ansinnen das Bürgerhaus abzureißen noch Schiffbruch erlitten hatten, gingen sie danach unverzüglich daran das zu machen, was sie am besten können! Einfach NICHTS! 2007 konnten sie sich dann den Erfolg ihrer Strategie in einem Gutachten von Wenzel Consulting bestätigen lassen, dass es am Bürgerhaus zu einem Investitionsstau gekommen sei und die Sanierungskosten ca. 4 – 5 Millionen Euro betragen würden.
Hier wurde mit Absicht öffentliches Eigentum dem Verfall preisgegeben, man hat das Bürgerhaus und dessen Umfeld verkommen lassen!
So sucht man vergeblich nach Erhaltungsaufwendungen in den Städtischen Haushalten der letzten Jahre, angemessen wäre ein Summe von ca. 150.000 Euro/pro Jahr gewesen. Die Heizung ist mittlerweile völlig veraltet und marode, sodass sie während der letzten Heizperiode laufend ausfiel. Mittlerweile treten auch im Sanitärbereich größere Probleme auf, denn es ist ein ständiger Kanalgeruch im Foyer des Bürgerhauses wahrzunehmen. Das Pflaster auf dem Verbindungsstück zwischen Fischer- und Hamacher Platz wird nur noch notdürftig mit Teer geflickt, rund ums Bürgerhaus stolpern die Menschen mehr, als das sie gehen. Vielleicht möchte man ja auch verhindern dass Menschen vom Kaufland in die Innenstadt gelangen. Mittlerweile hat sich auch eine traurige Szene von Alkohol und Drogen entwickelt.
Daher fordert DIE LINKE.Troisdorf:
Sanierung und Modernisierung des Bürgerhauses!
Einrichtung eines Jugendzentrums in den Räumen des ehemaligen Stadtbibliothek!
Schaffung eines Grüngürtels mit Bäumen und Grasflächen rund um das Bürgerhaus!
Einrichtung eines Kinderspielplatzes auf dem Fischerplatz!